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Hier der Link zum Radioeins Radio Day Interview mit Kati Drescher | |||||
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Wie wir sind und wofür wir stehen
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Aus persönlicher Überzeugung liegt der Schwerpunkt von sieben&siebzig in der Ausrichtung auf Unternehmen
aus dem biologischen Bereich. Wir entwickeln individuelle und zielgruppenverständliche Botschaften für die
Presse und machen Marken über Events und Aktionen erlebbar.
Wir verbinden gute Produkte mit einem modernen Lebensgefühl und wissen, wie man auf authentische Art und Weise
Marken aus dem Bio-Bereich mit den Instrumenten aus dem konventionellen Marketing voran bringt. Unsere Erfahrung in
den Bereichen ökologische Mode, Kosmetik, Ernährung und Lifestyle macht uns zu kompetenten Ansprechpartnern
für Redakteure und Unternehmen. Wir legen Wert auf langfristige Kundenbeziehungen, die auf Vertrauen basieren und auf persönliche Beziehungen zu Kooperationspartnern, Journalisten und Meinungsführern, die von Sympathie geprägt sind. Unser Ziel: In jeder Hinsicht nachhaltig kommunizieren. |
BerlinFashion.TV |
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Flippig, luxuriös oder klassischsieben&siebzig GbR Sonderbeilage der Financial Times Deutschland ![]() Das Öko-Sackkleid ist out. Junge Designer entwerfen heute anspruchsvolle Mode aus Naturtextilien und recycelbaren Kunststoffen. An der Haustür verkündet ein Schild, dass hier die Preisträgerin des Berliner Umweltpreises des BUND 2009 zu finden ist. Doch ihre Besucher holt Magdalena Schaffrin sicherheitshalber selbst am Eingang ab. Das Studio liegt versteckt im Hinterhof eines Neuköllner Altbaus. Verlaufen wäre nicht schlimm; im Vorderhaus sitzen die Macher von Thekey.to, der Internationalen Messe für grüne Mode, nachhaltigen Lifestyle und Kultur sowie das Büro des Lilli-Green-Onlineshops. Schaffrins Studio ist eine ehemalige Arztpraxis, in deren Untersuchungszimmer heute ein riesiger Schneidertisch steht. Kein kreatives Chaos, die Diplom-Designerin ist perfekt sortiert und entspannt. Magdalena Schaffrin denkt grün, aber nicht schwarzweiß: „Grüne Mode muss genauso als Mode funktionieren, denn Menschen kaufen nicht aus schlechtem Gewissen heraus, sondern nur aus Lust. Schnitte, Stoffe und Stil müssen überzeugen – wenn das Teil auch umweltschonend hergestellt wurde, dann ist es für die Konsumenten attraktiv.“ Das ist genau das Thema des vor kurzem eröffneten Eco Showrooms. Kati Drescher und Nadine Valencic präsentieren grüne Mode und Accessoires im Szenebezirk Berlin-Mitte. „Wir bringen Green Fashion da hin, wo die erwachsenen Trendinteressierten, die Umweltbewussten und die Touristen sind. Und wir hoffen, dass sie sich Lieblingsstücke aussuchen, von denen sie lange etwas haben“, sagt Kati Drescher: „Den Unterschied im Sehen und Fühlen muss man erleben, um unsere Produkte wertschätzen zu können.“ Anne Gorke aus Weimar mit ihrem Label Vilde Swaner zeigt elegante Kleider, Ksia aus Berlin bietet handgearbeitete Lederwaren, die Marke Pyua voll recycelbare Funktionsbekleidung. Auch nicht zertifizierte Produkte sind dabei, zum Beispiel Accessoires für Radler von der Firma Fahrer, die aus gebrauchten Materialien wie Lkw-Planen und Bootspersenningen entstehen. Ebenso weit von der Bastelecke wie von industrieller Massenware entfernt, passen sie alle ins Eco- Konzept: „Wir bringen Genügsamkeit und Luxus in einen neuen Zusammenhang. Jedes Teil erzählt eine Geschichte von Nachhaltigkeit, Fairness oder Gesundheit – so bekommt Konsum einen Sinn“, sagt Kati Drescher. |
Darum geht es auch dem jungen Lingerie-Label Wundervoll. Gründer Matthias Jaschke stammt aus einer traditionsreichen süddeutschen Wäschefabrik und hat seine Firma vor allem durchs Internet und auf Messen international bekannt gemacht. So gibt es die subtilen Dessous der Designerin Luise Blank inzwischen auch in exklusiven Fachgeschäften in Berlin, New York, London, Kopenhagen, Antwerpen. „Der Begriff Green Fashion trifft auf uns in vielen Aspekten zu. Wir entwickeln nicht jede Saison eine komplett neue Kollektion, sondern bauen auf vorhandenen Teilen auf“, sagt Jaschke. „Wir verarbeiten Materialien wie Biophyl, eine synthetische Faser aus Maisstärke, und hochwertige Biobaumwolle, aber auch Seidenjersey, der nach ganz hohen Standards auf der Schwäbischen Alb gestrickt wird und nicht bio ist.“ Auch auf Elastan könne Wundervoll nicht verzichten, sagt Jaschke: „Denn den Kundinnen ist es wichtig, dass jedes Teil gut aussieht und sitzt. Wir müssen da pragmatisch sein. Ganz grün – damit kann man nicht überleben.“ Karl-Heinz Müller, Veranstalter von Bread & Butter, der Leitmesse für Streetwear, sieht das ähnlich: „Öko ist für mich ein Trugschluss. Die einzig sinnvolle Entwicklung geht hin zu Nachhaltigkeit und weg vom schnellen Verbrauch.“ Designerin Schaffrin sagt, es sei wichtig darüber zu sprechen, dass sie etwas Spezielles mache: „Nur darin liegt die Chance, etwas zu verändern.“ Die Tochter zweier Umweltaktivisten gründete deshalb im Februar 2009 zusammen mit der Designerin Jana Keller den Green Showroom für exklusive Mode im Berliner Luxushotel Adlon. Am Green Showroom im Juli nahmen 38 Aussteller teil, der nächste findet Ende Januar 2011 statt. Inzwischen kooperiert der Green Showroom mit dem in Mailand beheimateten Showroom-Konzept C.L.A.S.S. Die Abkürzung steht für Creativity, Lifestyle and Sustainable Synergy for fashion, design and lifestyle. Schaffrin verfolgt ihr Konzept konsequent: „Wir haben für den Green Showroom im Juli die CO2-Bilanz ermitteln lassen: Flüge, Autos, Material, Klimaanlage. Für den Preis des CO2-Ausstoßes haben wir Zertifikate für Umweltprojekte gekauft und so ein klimaneutrales Event zustande gebracht.“ Auch ihre Neuköllner Nachbarn von Thekey.to wollen nachhaltig und erfolgreich sein. Sie pflanzen ihre nächste Messe im Januar direkt neben die Bread & Butter in Berlin-Tempelhof. Die Botschaft lautet: „Grün ist stark im Kommen!“ Die Designerin entwirft seit 2007 für ihr eigenes Label klare, sparsam akzentuierte Stücke – nichts, was morgen schon out ist. Die Materialien– Baumwollbatist, zarter Seidenchiffon, feine Popeline oder Tuch – inspirieren sie zu ihren Modellen. Schaffrin wählt nur Stoffe aus, die das strenge Ökosiegel nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) tragen. |
Sonderbeilage NACHHALTIGKEIT Financial Times Deutschland vom 2.12.2010 |
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So kann sie sicher sein, dass vom
Pflanzenanbau über die Verarbeitung
der Fasern bis zum Transport keine
Pestizide oder Schädlingsbekämpfungsmittel
eingesetzt werden und in
der gesamten Wertschöpfungskette
menschenwürdige Arbeitsbedingungen
herrschen. Doch GOTS allein
reicht ihr nicht, denn: „Das Zertifikat
bezieht sich immer auf Naturtextilien,
Chemiefasern sind verboten.“ Doch
sortenreine Chemiefasern könne man
gut recyceln und wieder zu hochwertigen
Produkten verarbeiten. „Cradle
to cradle heißt das Prinzip – von der
Wiege zur Wiege. Für mich ist auch
das Nachhaltigkeit“, sagt Schaffrin.
Grüne Mode findet man im Internet
bei Hessnatur.com, Gruenemode.
com, Korrekte-klamotten.de,
Styleserver.de und vielen anderen.
Portale wie das Bekleidungssyndikat
oder Zündstoff bieten neben fair produzierter
und gehandelter Bekleidung
auch Hintergrundinformationen. Obwohl
korrekte Klamotten ihren Preis
haben und sich gängigen Modekonzepten
oft bewusst verweigern, finden
sie immer mehr Anhänger.
Aber liegt grün wirklich im Trend?
Oder ist es der eher verzweifelte Versuch,
sich einer oberflächlichen Konsumwelt
und absurden Wertvorstellungen
zu verweigern? Jeroen van
Rooijen, Zeitgeistanalyst für das
Deutsche Modeinstitut DMI, sagt,
Green Fashion sei beides: „Einerseits
eine modische Erscheinung als Gegen-
Statement zu gesellschaftlichen
Entwicklungen, andererseits eine
langfristige Sache, weil Fragen nach
Umwelt, Verantwortung, Ressourcen
in den kommenden Jahren massiv an
Bedeutung gewinnen.“
Ist eine konsequent ökologisch
ausgerichtete Mode in einer modernen
Gesellschaft mit einer globalisierten
Bekleidungsindustrie überhaupt
möglich? Van Rooijen sagt: „Vielleicht
am ehesten dann, wenn wir alle
lernen, dass eine gute, trendgerechte,
preislich rechtschaffene, qualitativ
hochwertige Mode gar nicht aus
China oder Thailand kommen oder ein
internationales Prestigelabel haben
muss, sondern auch im Schneideratelier
im Quartier entsteht.“ Das wäre
seiner Meinung nach „die individuellste,
nachhaltigste, ressourcenschonendste
und marktwirtschaftlich
sinnvollste Art, Mode zu tragen“.
Weitere Infos unter www.ecoshowroom.de www.sieben-siebzig.de
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News sieben&siebzig GbR Interview im Tagesspiegel |
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News
Schön und gutsieben&siebzig GbR Interview im Tagesspiegel ![]() Kati Drescher und Nadine Valencic sind Überzeugungstäterinnen: Beide haben sich einem bewussten Lebensstil verschrieben. Ihre PR-Agentur Sieben & Siebzig vertritt ausschließlich Firmen aus Mode, Design und Lifestyle, die nach strengen ökologischen und sozialen Kriterien produzieren. „Wir leisten uns den Luxus, nur Produkte zu vertreten, die wir mit unserem Gewissen vereinbaren können“, sagt Nadine Valencic. Daher prüfen sie potenzielle Klienten genau, bevor sie sie akzeptieren. Diese rigorose Auslese ist im Ökosegment besonders wichtig. Nach wie vor kostet es Mühe, herauszufinden, welche Marken guten Gewissens getragen werden können und welche sich nur aus Imagegründen einen grünen Anschein geben. Dieses „Greenwashing“ ist unter umweltfreundlichen Herstellern und Händlern gefürchtet, denn es untergräbt das Vertrauen in die gesamte Branche. Daher kommt einer Agentur wie Sieben & Siebzig eine größere Bedeutung zu als einer konventionellen PR-Firma, denn sie funktioniert wie ein Gütesiegel. Die Kundinnen vertrauen darauf, dass bei den von ihr vertretenen Firmen ökologisch und ethisch alles in Ordnung ist. „Das ist ein Privileg, aber auch eine große Verantwortung“, sagt Nadine Valencic. |
Demnächst eröffnet die Agentur ihren
eigenen Laden in der Almstadtstraße –
den ersten „Eco Concept Store“ in
Mitte, wie Valencic sagt. Dort werden
die Produkte der Sieben & Siebzig-Firmen
verkauft: Mode von Marken wie
Vilde Svaner und Pyua, dazu Accessoires,
Kosmetik und Lebensmittel. Der
Laden soll nicht nur überzeugte Ökojüngerinnen
anziehen. „Die würden sowieso
kommen“, sagt Valencic. Zielgruppe
ist die „supermoderne
Mitte-Frau“. Die soll in den Laden kommen,
weil ihr die Produkte gefallen, dann aber zum Nachdenken angeregt
werden. Denn die beiden Macherinnen
stehen zu ihren missionarischen Neigungen.
Wichtig ist ihnen aber,mit den alten
Klischees von Ökomode aufzuräumen.
Da sind auch sprachliche Tricks angebracht.
Den Begriff „Eco“ benutzen sie
ganz bewusst: Sowollen sie sich vomwenig
charmanten Ökobegriff abgrenzen.
„Menschen lassen sich leicht manipulieren:
Schreiben wir ’Eco’ statt ’Öko’ in den
Betreff einer Mail, dann wird die von
mehr Leuten geöffnet.“ Gerade Modeblogger
und -magazine reagierten so.
„Wenn denen ’Eco’ lieber ist, dann lassen
wir es halt dabei“, sagt Valencic. So kam
der Laden zu seinem englischen Namen.
Sprachpuristen mag das nicht unbedingt
gefallen. Aber in diesem Fall soll es ja der
guten Sache dienen. Jan Schröder
—Der „Eco Showroom“ eröffnet am 26.
November in der Almstadtstraße 35 in Mitte. Infos unter www.ecoshowroom.de |
Tagesspiegel vom 13.11.2010 |
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www.sieben-siebzig.de
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News sieben&siebzig GbR Meldung in der Friedrich Nr. 11 |
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News
sieben&siebzig GbR Meldung in der Friedrich Nr. 11 ![]() |
Potsdam exportiert Eco-Fashion nach Berlin Die Potsdamerin Kati Drescher hat nach einer Karriere im TV-Bereich einen nachhaltigen und ethisch korrekten Lebensstil gefunden, den sie seit 2004 in der Agentur sieben&siebzig zum Geschäftsprinzip erhoben hat, einer PR-Agentur, die ausschließlich saubere Produkte aus den Bereichen Mode, Kosmetik, Wohnen und Lebensmittel im Portfolio hat. Jetzt etabliert die Agentur eine dauerhafte Institution in Berlin-Mitte und wendet sich neben Journalisten auch an Endverbraucher, Shopping-Begeisterte und Touristen: Der Eco-Showroom zeigt ausschließlich hochwertige Produkte mit konsequent ökologischer Ausrichtung und wird als erster Eco Conceptstore Berlins am 26. November um 16 Uhr in der Berliner Almstadtstraße 35 mit leckeren Bio-Snacks und Bio-Glühwein eröffnet. |
Friedrich Nr. 11 |
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News sieben&siebzig GbR Interview Prinz November 2010 |
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sieben&siebzig GbR Interview Prinz November 2010 ![]() |
33 Grüne Tipps für Berlin
Kati Drescher und Nadine Valencic
Geschäftsführerinnen der nachhaltigen PR-Agentur sieben&siebzig
Prinz: Was tut ihr persönlich, um die Welt "grüner" zu machen? Nadine: Ich versuche, nur bio zu essen und Eco Fashion zu tragen. Prinz: Was hat euch dazu bewogen, die Agentur ins Lebens zu rufen? Kati: Im Grunde bin ich für PR ungeeignet. Weil es oft bedeutet, Dinge schöner zu reden, als sie sind. Weil ich das nicht kann, musste ich Unternehmen suchen, deren Produkte ich wirklich gut finde. Nadine: Die zeigen wir ab 26.11. in unserem neuen Eco Showroom. Eine Kombination aus Shop und Kommuikationsplattform, um Mitte endlich einen Laden mit Bio-Fokus zu geben. Prinz: Auf was seid ihr bei Eurer Arbeit besonders stolz? Kati: Wir tun etwas, das die Welt braucht: Wir bauen Vertrauen auf... Das ist ein gutes Gefühl. Prinz: Welche Umweltmaßnahme würdet ihr verpflichtend für alle im Gesetz verankern? Kati: Denken! Prinz: Was war die beste Idee seit Jahren? Nadine: Die Krise für beendet zu erklären. Prinz: Fleisch ja / nein? Nadine: Wer bewusst konsumiert, wird von ganz allein weniger essen oder Vegetarier. |
Prinz November 2010 |
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News sieben&siebzig GbR Interview im Zitty Berlin „Shopping“ |
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„Es macht keinen Sinn, alle drei Wochen ein neues Kleid zu kaufen“sieben&siebzig GbR Interview im Zitty Berlin „Shopping“ ![]() Kati Drescher und Nadine Valencic machen mit ihrer Agentur Sieben & Siebzig Öffentlichkeitsarbeit für Unternehmen aus dem Bio-Bereich, darunter viele Mode-Labels. zitty sprach mit ihnen über die Vermarktung von Nachhaltigkeit. Unterscheidet sich die Vermarktung von ökologisch korrekten Produkten von herkömmlichen? Drescher: Ja. In unserem Bereich gibt es sehr viel mehr Informations-Bedarf. Uns werden sehr viele kritische Fragen gestellt. Wir müssen also sehr viel genauer Auskunft geben können darüber, wo und wie die Produkte hergestellt werden, die wir vertreten. Valencic: Ehrlichkeit und Transparenz sind sehr wichtig. Wenn sich herausstellt, dass etwas behauptet wird, das nicht stimmt, ist der Image-Schaden enorm. Für die ganz Branche. Nachdem Nachhaltigkeit zurzeit ziemlich schick ist, wird sie gerne mal einfach behauptet. Welche Kriterien setzen Sie an? Drescher: Wir kennen die Branche mittlerweile sehr gut und können einschätzen, aus welcher Ecke die Kunden kommen. Bei neuen und kleinen Labels oder Unternehmen befragen wir zum einen unser Gefühl und zum anderen sehr intensiv den Kunden selbst. Es kommt dann durchaus vor, dass wir Unternehmen absagen. Valencic: Bei kleinen regional arbeitenden Unternehmen ist es natürlich viel leichter, die behaupteten Standards auch nachzuvollziehen. Große Textil-Unternehmen können ja selbst mit gutem Willen nicht wissen, wer in welchem Hinterzimmer ihre Sachen zusammennäht. Ist das Etikett „öko“ verkaufsfördernd? Drescher: Es ist schon so, dass immer mehr Menschen Wert darauf legen, Dinge zu kaufen, die gesund und nachhaltig sind. Aber das Produkt selbst muss überzeugen. Das muss eher so funktionieren, dass ein Kunde es haben möchte, weil er es toll findet und dann feststellt: „ach, das ist bio, um so besser.“ |
Es darf also nicht das Haupt-Verkaufsargument sein? Drescher: Auf keinen Fall. Das kann ja auch nach hinten losgehen. Gerade Mode-Designer wollen oft nicht in die Öko-Ecke. Im Gegensatz zu Lebensmitteln ist das Etikett „bio“ für Mode also gar nicht immer so erstrebenswert? Valencic: Nicht unbedingt. Besonders bei szenigen Mode-Läden fehlt da noch die Offenheit. Viele Ladenbetreiber reagieren immer noch eher abweisend, wenn sie „Öko-Mode“ hören. Da muss schon wenigstens von Eco-Fashion sprechen (lacht) Ist das auch der Grund, warum manche Labels, die nachhaltige Mode machen, diese Tatsache lieber nicht in den Vordergrund stellen? Valencic: Ja. Da gibt es noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Als wir während der Fashion Week im Juli einige unserer Labels im Eco Showroom vorgestellt haben, haben einige Besucher ganz erstaunt gesagt: „Wow, das ist ja wirklich Fashion!“ Ist es aber nicht wichtig, die Nachhaltigkeit zu betonen, um zu rechtfertigen, dass die Sachen teurer sind? Drescher: Sie sind ja gar nicht teurer. Es kommt darauf an, womit man sie vergleicht. Eine Gesichtscreme von Dr. Hauschka ist beispielsweise nicht teurer als eine von Shiseido. Eine Tasche von Ksia, deren Leder umweltfreundlich gegerbt und gefärbt wurde, kostet nicht mehr als eine Tasche von Kaviar Gauche. Es sind beides Designer-Stücke. Da bewegen wir uns eher im gehobenen Preis-Segment. Drescher: Billig kann nicht das Ziel sein. Man muss ganz deutlich sagen: Ein wesentlicher Aspekt von Nachhaltigkeit ist weniger und überlegter zu kaufen. Es macht keinen Sinn, alle drei Wochen ein neues Kleid zu kaufen. Deshalb produzieren die meisten der Designer, die wir vertreten, auch jenseits der üblichen Kollektions-Rhythmen und entwerfen Teile, die auch in drei Jahren noch schön sind. Heißt das in letzter Konsequenz, dass man sich die Lust am Shoppen abgewöhnen sollte? Drescher: Es geht überhaupt nicht darum, konsumfeindlich zu werden, sondern darum, gut informiert bewusst zu entscheiden, was man kauft. Dann macht das Einkaufen vielleicht sogar noch mehr Freude. Zwar ist Nachhaltigkeit ein großes Thema, der tatsächliche Marktanteil von Öko-Produkten, insbesondere im Modebereich ist aber immer noch verschwindend gering. Was muss passieren, damit sich das ändert? Valencic: Wir brauchen einen langen Atem. Immer mehr Designer aus den Bereichen Mode und Produkt-Design kommen zur Nachhaltigkeit. Und zwar nicht aus dem Wunsch, die Welt zu retten, sondern weil sie darüber nachdenken, sinnvolle Produkte zu machen. Diese enorme kreative Energie ist am Markt noch nicht so sichtbar. Das liegt auch daran, dass die meisten Öko-Labels minimale Marketing-Budgets haben. Aber es entwickelt sich. Langsam zu wachsen ist in Ordnung. Auch das ist mit Nachhaltigkeit gemeint. Sind Sie an weiteren Infos interessiert, schreiben Sie uns gerne eine mail |
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