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Veranstaltungen

ecoShowroom Veranstaltungsreihe zu nachhaltigen Themen Blog

Berliner Trendwalks zum Thema nachhaltiger Konsum
Feel the change!


Im August und November 2011 machte sich jeweils eine Gruppe interessierter Menschen gemeinsam auf den Weg, um die nachhaltigen Trends der Hauptstadt zu erkunden. Unter der fachkundigen Leitung des Konsumsoziologen Dr. Ragnar K. Willer wurden fünf Stunden lang inspirierende Orte besucht und aktuelle Konsumtrends in Berlin diskutiert. Der Trendwalk findet zukünftig regelmäßig statt, nächster Termin ist der 16. März 2012.
Wie lebe ich in der Großstadt ökologisch korrekt ohne genussfeindlich zu sein? Welchen Konsumtrends bin ich unterworfen, und wie gehe ich mit ihnen um? – Diese Fragestellungen bildeten das Leitmotiv der ersten beiden Trendwalks, die der ecoShowroom gemeinsam mit Dr. Willer veranstaltete. Jeweils fünfzehn Trend-Interessierte mit unterschiedlichstem Hintergrund - darunter Unternehmer, Journalisten und Studenten; Urberliner und Touristen aus dem Ausland -, machten sich einen Nachmittag lang unter der fachkundigen Leitung eines Konsumsoziologen auf den Weg kreuz und quer durch die Stadt. Gemeinsam wurden die spannendsten Spots zu unterschiedlichen Lebensbereichen besucht, darunter Essen, Kleidung, Sport und Wohnen. Beim ersten Walk etwa erzählte der Miteigentümer der wohl angesagtesten Lokalität für Frozen Yoghurt, dem Efa’s am Weinbergsweg, bei leckeren Kostproben, wie er und seine Geschäftspartnerin die familiäre Eistradition den aktuellen Konsumenten-Wünschen angepasst und damit den biologischen Frozen Yoghurt in Berlin weiterhin etabliert haben. Im trainingslager, einem exklusiven Fitnesskonzept, erfuhren die Teilnehmer alles über den Wunsch nach Individualität auch im sportlichen Bereich. Individualismus statt Massenabfertigung versprachen auch die minimalistischen Bikes, die den Fahrrad-Showroom stilrad°° zieren. Beim zweiten Walk erfuhren die Teilnehmern im außergewöhnlichen Showroom von Jan Kath, was einen Teppich nachhaltig macht: Wenn er aus aufgetrennten indischen Saris besteht oder mit Brennesselfarbe gefärbt wurde, beispielsweise. In der Oranienburger Straße befühlte die Gruppe Jahrhunderte alte Steine, die nun moderne Badezimmer schmücken. Giveboxen, vertikale Gärten, Random Acts of Kindness, Grauwasser-Verwertungskonzepte: Jede Menge mehr oder weniger grüne Trends wurden unter die Lupe genommen, Dr. Willers Expertise dabei schnell deutlich. Darben musste auf den ausgedehnten Spaziergängen natürlich niemand, für das leibliche Wohl unterwegs sorgten Vespertüten mit leckeren Bio-Snacks. Bei der Rückkehr in den ecoShowroom wurden die Teilnehmer mit Sekt bzw. Glühwein und einem leckeren Obstbuffet (alles Bio, versteht sich!) empfangen und hatten dabei noch ausreichend Gelegenheit, sich über das Gelernte auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Der nächste Trendwalk wird am 16. März 2012 stattfinden. Der Walk wird dieses Mal bei Bedarf auch auf Englisch veranstaltet. Zusätzlich sind individuelle Termine nach Absprache möglich. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter
veranstaltungen@sieben-siebzig.de.

www.ecoshowroom.de

Social Banking Infoabend
Was richtet unser Geld an?

Social Banking Infoabend
Was richtet unser Geld an?


Bio-Essen, Öko-Strom und ecoFashion: In vielen Lebensbereichen achten wir bereits auf Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit. Ein Bereich, den wir dabei meist außer Acht lassen, sind Geldanlagen. Um für dieses Thema stärker zu sensibilisieren, lud der ecoShowroom erneut zu einem Social Banking Infoabend ein. Am 6. Februar 2012 war Barbara Happe von der Organisation urgewald e.V. zum dritten Mal zu Besuch im ecoShowroom und erläuterte die Praktiken konventioneller Banken sowie nachhaltige Alternativen.
Das Finanzwissen vieler Menschen lässt sich auf den Satz „Das Geld liegt auf der Bank und vermehrt sich dort“ herunterbrechen. Dass es dort auch arbeitet, wissen wenige. Dass es in Projekten arbeitet, die moralisch kaum vertretbar sind, noch weniger. Nach Terminen im September und Oktober 2011 sprach Frau Dr. Happe am 6. Februar 2012 im ecoShowroom von der Arbeit ihrer Organisation urgewald e.V.. Urgewald vertritt die Interessen von Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die unter den Folgen von Umweltzerstörung leiden. An diesen Zerstörungen sind oftmals auch deutsche Firmen und Banken beteiligt. Die Expertin beschrieb die höchst zweifelhaften Praktiken vieler konventioneller Banken, Anlagebeträge etwa in die Finanzierung von Atomkraftwerken zu stecken oder an Hersteller von Streumunition zu verleihen. Um von derlei Geschäften zu erfahren, muss man natürlich schon sehr kritisch nachfragen, was Anleger nur in den seltensten Fällen tun. Nicht aus Ignoranz, sondern meist schlicht aus Unwissenheit. Dr. Happe riet zu mehr kritischem Nachfragen und erläuterte „grüne“ Alternativen der Geldanlage. Neben den konventionellen Banken bekommen nämlich alternative Banken (GLS, Tridos, Umweltbank, Ethikbank) immer stärkeren Zulauf. Weil sie dem Anleger Transparenz in der Verwendung ihrer Gelder bieten und weil sie nur in Projekte investieren, die ökologisch und moralisch vertretbar sind. Bei einigen Banken kann sich der Anleger sogar selbst entscheiden, ob er sein Geld lieber in ein Bildungsprojekt steckt oder stattdessen in Windkraftanlagen investiert. An den Expertenvortrag schloss sich wie immer eine lebendige Frage- und Diskussionsrunde an, bei der auch Verbraucherthemen auf den Tisch kamen: Bringen mir grüne Fonds denn eine genauso große Rendite wie konventionelle? Wie finde ich heraus, welche Alternativbank für mich die geeignetste ist? Insgesamt ein gelungener Abend in einem vollen ecoShowroom.

www.ecoshowroom.de

Breathwalk®
Ins Gleichgewicht kommen
mitten in der Stadt

Breathwalk®
Ins Gleichgewicht kommen
mitten in der Stadt



Am 24. Oktober 2011 veranstaltete der ecoShowroom einen Breathwalk® durch die Berliner Innenstadt.
Unter der Anleitung des erfahrenen Yogi Fateh Singh konnten wir mitten in der hektischen Großstadt Momente der Ruhe und Achtsamkeit erleben und ganz nebenbei etwas für unseren Körper tun.
In den USA schon länger populär, wird der Breathwalk® auch hierzulande immer bekannter. Das ganzheitliche Übungsprogramm, eine Mischung aus Spaziergang und Yogaübungen, Meditation und bewusstem Atmen, kann – je nach Kombination – eher energetisierend oder auch entspannend wirken. Allen Walks ist gemein, dass sie dabei helfen, die Achtsamkeit gegenüber sich selbst und der Umwelt zu verbessern. Sie stellen das emotionale Gleichgewicht her und schaffen geistige Klarheit. Unser Lehrer war Fateh Singh, ein bekannter Yogalehrer des Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan®. Sowohl Yoga-Erfahrene als auch absolute Neulinge waren beim Walk dabei und genossen einen Spaziergang quer durch die Innenstadt. Beim anschließenden Aufwärmen im ecoShowroom wurden bei warmem Tee Gedanken zum Walk ausgetauscht. Einhellige Meinung: Toll war's! Ein Erfahrungsbericht ist hier zu finden.

Wir wollen den Walk zukünftig auf jeden Fall wiederholen. Interessenten können sich gerne schon heute unter veranstaltungen@sieben-siebzig.de melden.

www.ecoshowroom.de

„Dinner der Dimensionen“
Ganzheitlicher Dinnerabend
im Pappa e Ciccia

„Dinner der Dimensionen“
Ganzheitlicher Dinnerabend
im Pappa e Ciccia



Gemeinsam schlemmen und dabei erfahren, dass genussvolles Essen aus verschiedenen Dimensionen besteht, zu diesem Erlebnis kamen am 14. September rund 50 Interessierte beim „Dinner der Dimensionen“ im Pappa e Ciccia, dem ökologisch ausgerichteten Restaurant im Prenzlauer Berg zusammen. Gemeinsam mit Produzenten und Gastrednern wurde das Zusammenspiel von persönlichem Genuss und verantwortungsvollem Miteinander diskutiert.
Bei leckerem Cremant mit Quitten- oder Rhabarbersaft stellten sechs ökologisch ausgerichtete Produzenten, aus deren Lebensmittel das anschließende Dinner zubereitet worden war, im Feinkostladen des Pappa e Ciccia ihre Produkte vor. Ob Shiitake-Pilze aus der Magdeburger Pilzmanufaktur, essbare Blüten der Bio-Kräuterei Oberhavel, Seeteufel von Deutsche See, Schokoladen von Original Beans, Wein und Cremant von Wein Riegel oder Rindfleisch von Thönes Natur: Bei den kurzweiligen Vorstellungen konnten selbst langjährige Bio-Esser noch dazulernen. Warum Bio-Fisch immer aus Aquakulturen kommt beispielsweise, wie frische Shiitake-Pilze auch aussehen können (nämlich wesentlich besser als die gräulichen, schlaffen Gebilde, die einem gemeinhin verkauft werden!) oder wie man Brennnesseln so präpariert, dass sie essbar sind. Natürlich durfte von den Leckereien auch direkt gekostet werden. Nicht nur um die ökologischen, sondern auch um die sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit ging es im anschließenden Vortrag von Prof. Dr. Gudrun Kammasch, ihres Zeichens Lebensmittelchemikerin und Mitglied der UNESCO. Sie berichtete von ihrem Projekt, eine Ölpresse dauerhaft in einem äthiopischen Dorf zu installieren, um so die Bewohner zu Selbstversorgern zu machen und die lokale Infrastruktur zu stärken. Philipp Kauffmann, CEO von Original Beans, erzählte von den Problemen des Kakaobohnenanbaus in Südamerika und den Bemühungen seines Unternehmens, die Kleinbauern zu unterstützen und den Regenwald zu erhalten. Auch Benjamin Joon Richter, Veranstalter und Inhaber des Pappa e Ciccia, steuerte einige Denkanstöße zum Thema ganzheitlicher Lebensstil und soziale Gerechtigkeit bei.

Nach den inspirierenden Vorträgen ging man dann gemeinsam nach nebenan in das Restaurant und dort schnell zum gemütlichen Teil des Abends über. An langen Holztischen durfte leckeres Brot mit Olivenöl genossen werden, bevor die Menüs aufgetischt wurden. Ob mit Fleisch – Filet vom Limousin-Rind –, mit Fisch – Seeteufel aus Angelfang –, oder vegan – Edelpilze auf Spinatbett –, wie immer im Pappa e Ciccia begeisternden Geschmack und Frische der verwendeten Zutaten. Letzteres galt dieses Mal in noch höherem Maße als sonst, da sich bei jedem Gang Aha-Erlebnisse einstellten: Das sind also die Blüten aus Oberhavel! Mmmh, Schokoladenmousse aus wilden Kakaobohnen! – Die Gäste saßen noch lange zusammen und genossen Wein und Speisen. So ganz nebenbei konnten auch jede Menge interessante Kontakte geknüpft werden, da neben Journalisten auch viel Fachpublikum anwesend war. Wer an diesem Abend nach Hause ging, hatte neben einem gut gefüllten Bauch auch den Kopf voll mit neuen Ideen zu den Dimensionen, aus denen gutes Essen besteht.

Benjamin Joon Richter plant nach der gelungenen Veranstaltung einen weiteren Dinnerabend. Informationen erhalten Sie unter veranstaltungen@sieben-siebzig.de.

Foto: Gaia Marturano

www.pappaeciccia.de

Waldspaziergang zum Thema Mondholz mit Bio-Picknick
Zurück zu den Wurzeln

Waldspaziergang zum Thema Mondholz mit Bio-Picknick
Zurück zu den Wurzeln


Der Ausflug in den Ribbecker Forst war ein großer Erfolg.
Das darf man wohl so bezeichnen, wenn 13 müde, aber zufriedene Spaziergänger randvoll mit neuem Wissen abends in Wanderstiefeln ins Bett fallen.
Die Hinfahrt war geprägt von Gunnar Lammert-Türks (Möbelwerkstatt Werder) Ausführungen zum preußischen König,
zum Wald in um und Berlin und zu Fontanes journalistischem Gespür. Fontane nämlich hatte schon zu seinen Lebzeiten begierig recherchiert, was in den Brandenburger Wäldern so passiert – von Baum-Klau über Wilddiebe bis hin zu Käfer-Jägern und Schlangen-Händlern. Die Kirche in Bagow – ein Jugendstil-Schmuckstück sondergleichen – war Ausgangspunkt der Wanderung.
Doch zuerst führte der Revierförster Ralf Bärthel die Truppe auf ein Plateau in der Steppe – ostasiatische Steppe wohlgemerkt. Mitten in Brandenburg keimten Samen aus dem fernen Asien und machten diesen speziellen Hügel zu einem besonderen Ort. Von da aus ging es vorbei an Roggen- und Gerstenfeldern, noch nicht blühendem Raps und den letzten verbliebenen Häusern hinein in den Forst. Anhand einer forstwirtschaftlichen Karte konnte man erfahren, inwieweit das Ziel bunter Mischwälder in Brandenburg bereits erreicht oder überhaupt sinnvoll ist. Welche Eichen darf man fällen und woran erkennt das Baumfäller-Team, welche Bäume stehen bleiben müssen? Wem gehört überhaupt der Wald, wem die Bäume und warum ist das Holz am Rande mit Graffiti-Zahlen besprüht? Natürlicherweise lernt man links und rechts vom Waldrand noch viel mehr, z.B. dass ein Storchenei richtig groß ist, dass Waldameisen recht schnell zum Angriff übergehen und dass ein Picknick im Blockhaus auch bei Regen sehr großen Spaß macht.
Wolfgang Frederick von der Möbelwerkstatt Werder hatte seinen Auftritt gegen Ende der “preußischen Meile” (das sind über 7km): er erklärte, wie aus den Bäumen Bretter entstehen und wie diese zu hochwertigen Möbeln zusammengefügt werden. Die Wertschätzung massiver Holzmöbel steigt bei diesem Ausflug ins Unermessliche und auch der Wunsch nach einem solchen Schmuckstück.

Wir werden diese Aktion sehr gerne und in jedem Fall wiederholen. Interessenten können sich gerne bereits jetzt unter wald@ecoshowroom.de anmelden.

www.moebelwerkstatt-werder.de